| R e i s e t a g | 43 | Datum: | 10. Juli 2026 | ||||||
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Wetter: | morgens | mittags | ||||||
| Reiseroute: | Nihkopierjavri - Tana Bru - Vardø - Hamningberg | ||||||||
| Übernachtung: | Freier Stellplatz bei Hamningberg | ||||||||
| Sonstiges: |
In der Nacht hat sich noch ein finnisches Paar bei meinem Stellplatz hingestellt. Die haben sich um Mitternacht noch ein kleines Bad im See gegönnt. Nun, ich bin ja nicht derjenige der schnell friert, aber das war mir dann doch viel zu kalt. Am Morgen bin ich den gleichen Weg wieder zurück nach Tana Bru. Wieder über den schönen Pass Kongsfjordfjället welcher mich auf 330 m.ü.M. brachte und anschliessend runter auf Meereshöhe, um dem Tana-Fluss zu folgen bis nach Tana Bru.
Dort wollte ich vorsorglich wieder Tanken da die Preise weit unter dem Referenzsatz sind. Nur wurde hier gegenüber dem Vortag der Diesel vergoldet und der Preis ist um 19.55 kr auf 23.25 kr gestiegen. Da habe ich dann halt nur die Kamikaze-Piloten von meiner Windschutzscheibe abgekratzt und bin weiter. Keine Ahnung, warum diese Biester immer meine Scheibe für Ihren Freitod aussuchen. Bevor ich wieder über die Brücke fuhr habe ich bei einer Transportfirma eine Zapfsäule gefunden. Oft kann man dort auch mit Kreditkarte zu günstigen Preisen beziehen, was hier der Fall war. Vollgetankt bin ich nun über einen kleinen Pass zum Varangerfjord. Ab hier wird das Kartenlesen zur Lotterie. Die Ortschaften sind in Finnisch, bez. Samisch angeschrieben, was überhaupt nicht nicht den Namen auf der Strassenkarte oder dem Navi übereinstimmt. Die grösseren Ortschaften sind wenigstens dreisprachig angeschrieben, Norwegisch, Finnisch und Samisch. Die Fahrt entlang des Varangerfjordes ist wie ein ruhiger Pamoramafilm. In Unjärga oder in Norwegisch Nessby habe ich auf einer kleinen Halbinsel im Fjord eine alte Kirche besucht welche sehr gut herhalten ist. Es ist mir aufgefallen, dass alle Kirchen hier abgeschlossen sind und nur bei Festlichkeiten geöffnet werden. Demzufolge sind hier alle schön brav und müssen keine Sünden ablegen.
Dann bin ich weiter der Küste nach bis kurz vor Vardø wo es einen schönen Aussichtspunkt gab auf die Stadt Vardø. Diese Inselstadt habe ich heute ausgelassen, weil ich weiter zum «Geisterdorf» Hamingsberg fahren wollte. Diese 40 km sind recht anspruchsvoll zum Fahren da die Strasse knapp 2.50 m breit ist, wenn überhaupt. Gefahren wird über Wiesen oder der Küste nach zwischen den Felsen.
Es hat zum Glück viele Ausweichbuchten wo sich die Autofahrer kreuzen können. Nur die 4-Beiner halten sich nicht an die Ausfahrtbuchten, was manchmal zur Geduldsprobe wird wenn schon wieder ein Fahrzeug entgegenkommt. Das Dorf Hamningsberg ist schon lang kein «Geisterdorf» mehr. Die Häuser werden als Touristenunterkünfte vermietet. Anfangs Dorf gibt es jetzt einen grossen Parkplatz für die Tagestouristen. Ich habe mich mit der «AG-Nummer» als einheimischer gefühlt und bin durchs Dorf bis an die Nordspitze. Dort hatte es auch einen Parkplatz. So wie ich dies erkenne kommen auch viele Norweger aus der naheliegenden Stadt um hier zu Wandern. Viele Besucher kommen auch um Vögel zu Beobachten. Ganz an der Inselspitze ist leider vor einiger Zeit ein Wal gestrandet. Ja, das ist halt die Natur. Hier oben wird dies akzeptiert, nicht wie bei uns, bzw. beim nördlichen Nachbar. Das Dorf selbst, das sind rund 65 Gebäude, sind sehr gut erhalten. Vor allem die alten Holzhäuser sind in einem sehr guten Zustand und meist über 100 Jahre alt.
Nach zwei Stunden bin ich so langsam zurück Richtung Vardø. Unterwegs habe ich in einer Felsbucht einen guten Stellplatz neben einem Bach für die Nacht gefunden. Nach vorne habe ich eine freie Sicht auf die Barentsee.
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